Wenn jemand sein Unternehmen Miss Herzblut nennt, ist schon herauszuhören, dass Elke Hofmann genau das macht, wofür sie brennt. Frei nach dem Credo „JedeR sollte genau das machen, was ihm oder ihr Spaß macht!“, ist Elke genau dort gelandet, wo sie hinwollte.

Behütet in einer ländlichen Gegend in der Steiermark mit Besuch des „Stift Rein“-Gymnasiums samt Stiftsbibliothek und Steinernem Saal aufgewachsen, umgeben von Wald, im Ort Greißlerei, Kirchenwirt und Trafik, bot das Landleben keine Abwechslung oder Ablenkung, wie es in der Stadt gewesen wäre. Dem Flair des alten Stils blieb sie im Studium auf der Karl-Franzens-Universität in Graz treu. Ihre Zeit als Studentin war geprägt von Aufbruchsstimmung, raus aus dem behüteten Leben am Land, rein in die Stadt mit interessanten Leuten und Erasmus-Semester. Das Studium der Betriebswirtschaftslehre hat ihr aufgrund der Vielfältigkeit und Abwechslung sehr gefallen, widersprüchlicherweise hat sie sich aber trotzdem damit nie wirklich wohl gefühlt. Mit Unterbrechungen schloss sie trotzdem konsequent das Studium ab, lernte ihren zukünftigen Mann kennen und zog dann gleich mit ihm nach Linz, wo sie auch ihre Diplomarbeit fertig stellte. Schnell bekam sie einen passenden BWL-typischen Job, wechselte diesen zwischen ihren zwei Kindern, hatte aber da schon im Kopf auszusteigen und sie selbst zu werden. Wohl weil sie so frei aufwuchs, fand sie sich nie mit einem strengen Korsett des Systems zurecht und gelangte zu dem Schluss: „Wenn man nicht ins System passt, bleibt einem fast nichts anderes übrig, als selbständig zu sein.“

2014 gründete Elke somit ihren Onlineshop, was bekanntlich ein schwieriges Geschäft ist. Die Artikel in ihrem Onlineshop waren nachhaltige Produkte, getestet von ihrer Familie. Der große Vorteil war, dass sie viel Zeit bei ihren Kindern verbringen konnte, es fehlte ihr aber der direkte Kundenkontakt. Im Zuge eines Onlinemarketing-Workshops hatte sich dann doch herauskristallisiert, was sie eigentlich will, nämlich: Ein reales Geschäft.

Für Elke stellte sich nun die große Frage: „Warum manche ich nicht das, was ich wirklich will?“.
Nachdem ihre Kinder inzwischen groß genug waren und auch ihre Mutter Unterstützung zusagte, befreite sie sich aus ihren Zwängen und gründete innerhalb kürzester Zeit ihren Conceptstore „Miss Herzblut“ und verwirklichte somit ihren Traum.

„Man muss zu sich stehen lernen“, ist sie fest überzeugt und empfiehlt jeder und jedem es zumindest zu probieren, genau das zu tun, was Spaß macht.
Elkes Plan ist soweit aufgegangen. Innerhalb kurzer Zeit lieben ihre Stamm- und Laufkundschaften ihr buntes Angebot an ausgefallenem & geschmackvollem Interieur, nachhaltigen & plastikfreien Trinkflaschen, buntem & fantasievoll gestaltetem Rice-Geschirr und vielem mehr.
Auch den Plan ihrer kreativen Ader mehr Raum zu geben, hat sie inzwischen umgesetzt und bietet DIY-Workshops an.

Wir empfehlen es so wie Elke zu machen und den eigenen Traum zu verwirklichen.
Sie meint: „Im Endeffekt kommt es darauf an, dass man sich selbst dafür schätzt und liebt, was man getan hat, dass man darauf stolz ist, egal was die anderen sagen“.

Und wenn man dann bemerkt, dass der Traum und die Wirklichkeit nicht ganz so zusammenpasst, dann kann man sich auch wieder von dem Traum verabschieden.

So hat auch Elke ihr Geschäft wieder geschlossen. Ganz ohne Herzblut hat sie erkennen müssen, dass das Geschäft mehr Zeit in Anspruch nimmt, als sie es sich vorgestellt hat. Ihre Kinder doch noch Zeit benötigen. Und diese Zeit will sie ihnen auch geben.